Kinder illustrieren ein Kinderbuch
Erst- und Zweitklässler aus Wabern illustrierten Markus Hännis Kinderbuch «Gute Nacht, liebe Sternlein». Eine traumhafte Geschichte mit traumhaften Bildern.
In seinem Kinderbuch «Gute Nacht, liebe Sternlein» erzählt Markus Hänni die Geschichte von zwei abenteuerlustigen Sternen, die vom wolkenverhangenen Himmel auf die Erde sausen, um die Menschen zur Adventszeit mit wunderschönen Sternschnuppen und anderen Kostbarkeiten zu beschenken.
Eine zauberhafte Geschichte, illustriert mit 20 Kinderzeichnungen, deren Unbefangenheit und Verträumtheit Markus Hänni faszinieren. «Wenn wir es schaffen, diesen kindlichen Blick zurückzugewinnen, werden Dinge möglich, die Erwachsene für undenkbar halten», erklärt Markus Hänni, der im Berner Lindenhofspital den Faden zu der herzigen Geschichte spann.
Geplant war eine Gutenachtgeschichte für seine zwei Töchter. Entstanden ist ein Kinderbuch, dank der Unterstützung seiner Nachbarn, einer Lektorin und einem Lithografen. Der Verkaufserlös geht vollumfänglich an die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe, die Kindern mit einer Krankheit oder Behinderung einen Herzenswunsch erfüllt, ihnen sozusagen einen Stern vom Himmel holt.
Damit schliesst sich der Kreis zum Autor, der seit früher Kindheit an Cystischer Fibrose leidet, einer chronischen Krankheit mit fortschreitendem Verlauf, unheilbar aber therapiebar, wobei der Therapieaufwand sehr zeitintensiv ist. Er sagt: «Je älter wir werden, desto kleiner werden unsere Träume und Realismus macht sich breit. Die meisten Träume werden wir nie verwirklichen. Nehmen lassen, sollten wir sie uns trotzdem nie – bis zuletzt nicht, bis zum letzten Atemzug.»
Markus Hänni sieht «Träumen» und «Fantasieren» als Kunst, die es immer wieder neu zu entdecken gilt, ein lebenslanger Prozess, oder wie es der spanische Künstler Pablo Picasso (1881-1973) einmal gesagt haben soll: «Alle Kinder sind Künstler. Das Problem ist, ein Künstler zu bleiben, wenn man erwachsen ist.»

KURZINTERVIEW MIT DEM AUTOR
Wohin mit all den Kinderzeichnungen? Markus Hänni, wie gehst du mit dem Dilemma um?
Markus Hänni: Ehrlich gesagt landen viele Kunstwerke meiner Töchter im Altpapier, da das Produktionsvolumen recht gross ist. Doch die allermeisten geschenkten Zeichnungen beschrifte ich mit Name, Datum und Grund (z.B. Geburtstagsgeschenk) und bewahre sie sorgfältig auf oder hänge sie auf. Meine Frau und ich haben dazu für jedes Kind einen Holzrahmen kreiert, in dem sich über 100 Kunstwerke kinderleicht hineindrücken und ausstellen lassen.
Gibt es Lieblingsbilder?
Markus Hänni: Grundsätzlich mag ich alle Zeichnungen meiner Töchter, da ich immer wieder neue Details darin entdecke und eine Entwicklung über die Zeit beobachten kann. Es gibt aber auch Kunstwerke, die für mich einen besonderen emotionalen Wert haben, jene zum Beispiel, die bei längeren Krankenhausaufenthalten mein Patientenzimmer verschönerten.
Zum Autor: Markus Hänni (*1980) ist ein kreativer Kopf. Er schreibt Theaterstücke, Musicals und hat zwei Bücher über Cystische Fibrose veröffentlicht. Er geniesst es, Papa zu sein und lebt mit seiner Familie in Bern.
Markus Hänni: Gute Nacht, liebe Sternlein
Illustriert mit 20 Kinderzeichnungen, CHF 29.00
Bestellen auf www.markushaenni.com
Der Verkaufserlös geht vollumfänglich an die Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe.



