Kinderkunst im Museum
Das inernationale Museum für Kinderkunst in Oslo sammelt Kunstwerke von Kindern. Seit 1970 kamen bis zu 200 000 Kunstwerke und Objekte aus 180 Ländern zusammen. Eine weltweit einzigartige Sammlung und eine coole Idee.
1986 gründeten Rafael und Alla Goldin in Oslo das Internationale Museum für Kinderkunst. Er war Filmregisseur, sie Ärztin, und beide betrachteten Kinder als eigenes Volk und ein Volk existiert nicht ohne Kultur. «Den Kindern gehört die Zukunft, sie müssen also das Recht auf ihre Sprache, ihre Kultur, ihre Kunst und ihre Geschichte haben.»
Inzwischen ist die Sammlung auf 150 000 bis 200 000 Werke und Objekte aus 180 Ländern angewachsen, die an Wanderausstellungen im In- und Ausland sowie im Museum in Oslo ausgestellt werden. «Die Kunstwerke erhalten wir über globale Kunstprojekte, Kampagnen, Reisen und Kooperationen», erklärt Angela Goldin, Tochter der Gründer und Geschäftsführerin des Museums.
Für eine der Kampagnen rief «Die Zeit» zusammen mit dem Kinderkunstmuseum sowie weiteren Redaktionen, unter anderem der «Washington Post», zum weltweiten Kinderkunstprojekt «Kids paint Corona» auf. Kinder von 2 bis 18 Jahren sollten ihre Erlebnisse, Erfahrungen, Freuden und Ängste im Zusammenhang mit der Pandemie in Bildern festhalten und einschicken.
Das Museum will aber mehr als Kinderkunst ausstellen. Es ist auch Forschungszentrum für Kunst, Geschichte und Kultur der Kinder. Es will ein Verständnis für die eigene Kultur der Kinder schaffen und Kinderrechte fördern. Neben dem ästhetischen Wert trägt das Museum also auch dazu bei, die Werte und Visionen der Kinder besser zu verstehen.
Gut zu wissen
Ein besonderes Augenmerk legt das Internationale Museum für Kinderkunst auf die Artikel 12 und 31 der UN-Konvention über die Rechte des Kindes:
Artikel 12: Meinungsäusserung des Kindes: Das Recht des Kindes, seine Meinung zu allen seine Person betreffenden Fragen oder Verfahren zu äussern und gewiss zu sein, dass diese Meinung auch mitberücksichtigt wird.
Artikel 31: Freizeit, spielerische und kulturelle Aktivitäten: Das Recht des Kindes auf Freizeit, Spiel und die Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben.